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Laute Musik und Schwarze Popel

Ich schreibe hier nicht genug. Ich weiß. Nur, wenn ich auf Events war. Und als ich Lewis Trondheim und Flix gesehen habe auch schon nicht…
Aber: Es kommt der Doppelwhammy. Weil ich Freitag und Samstag auf dem Hurricane war – there I was, rocked me like a hurricane – und heute noch zur Lesung von George RR Martin ins CCH gehe. Zwei Blogposts in einer Woche! Krass, krass und krass.

Zum Hurricane: Was und wen habe ich gesehen: eine Polizeikontrolle, Labrassbanda, ein betrunkener Fotograf, NOFX, schlechtes Wetter, gutes Wetter, MØ (nicht der Barkeeper), SDP, Public Service Broadcasting, Sheppard, Leute, die dreist Pommes von Caterern klauen, Aligatoah, Die Antwoord, Farin Urlaub Racing Team, unorganisierte Security beim Einlass vor die Stage, KIZ und viel zu viele Betrunkene.

Danke für die Aufmerksamkeit und bis demnächst.

Wie? Ihr wollt mehr wissen? Naja, dann hol ich mal weiter aus. Am Freitag nach der Arbeit bin ich nach Harburg gefahren um meine Frau abzuholen, die die Karten organisiert hat. Von da sind wir weiter Richtung Scheeßel gefahren. In Sittensen wurden wir dann von einem Polizisten auf den Parkplatz des örtlichen Penny eingewiesen. Man wollte wohl Betrunkene und andere Leute abfischen. Mein Beamter war von mir enttäuscht und schickte mich davon. Nach einigen Irrungen und Wirrungen auf den örtlichen Straßen – das Navi wusste nichts von den Sperrungen wegen des Festivals – waren wir dann in der Lage unsere Armbändchen abzuholen und kriegten statt VIP einen Presseaufkleber. IMG_2853

Ist ja an sich auch sehr schick und man wirkt wichtig. Also ging es weiter auf den Parkplatz, wo die offensichtlich auch schon betrunkenen Einweiser uns an nonexistenten Zäunen vorbeischicken wollten. Einen Platz haben wir trotzdem gefunden. Dort trafen wir auch den Chef meiner Frau, der uns gleich ins Gelände einzuweisen verstand.
Also rauf auf den ehrwürdigen alten Eichenring, den ich tatsächlich vorher nur von Speedwayrennen kannte. Vom Parkplatz aus ist das VIP Zelt genau auf der anderen Seite des Geländes, was uns aber auch die Chance gab alles einmal in Augenschein zu nehmen. Im VIP Bereich gab es dann die Möglchkeit ruhig aufs Klo zu können. Auf einem Festival wohl Gold wert.
Danach ging es wieder raus und zufällig hörten wir dann Labrassbanda. Die machen ordentlich Laune. Während wir uns an der Musik erfreuten, wankte ein Betrunkener auf uns zu. Er war Fotograf und wollte uns fotografieren und ob das okay wäre. Ja, kann er gerne machen – vielleicht gibt es in Bremen in der Zeitung ein Bild von uns – und dann torkelte er auch davon. Als nächstes hörten wir uns NOFX an. Die sind so, wie ich mir vorstelle, dass meine Freunde aus der Schule und ich wären, wenn wir halbwegs Instrumente spielen könnten. Sie stehen auf der Bühne beschweren sich über das Wetter, andere Bands, einander und dass sie ja gar nicht gut spielen. Dazwischen werden schlechte Oneliner Witze erzählt und es wird nochmal über die anderen Bands gelästert.
Das war schon ordentlich laut, daher ging es weiter zum Stand der deutschen Tinnitus Stiftung, die Ohrstöpsel verschenkt. Eine sinnvolle Kampagne auf einem Festival. Nach einer kleinen Runde ums Gelände ging es dann zurück in den VIP Bereich, wo es was zu Essen gab. IMG_2859IMG_2861

War ganz okay für den Preis und die Tatsache, dass es in großen Mengen und schnell verfügbar sein sollte. Überhaupt zahlt man auf dem ganzen Festival alles mit einem Chip, der am Armbändchen festgemacht ist und auf den man Geldbeträge lädt/einzahlt. Vereinfacht den Zahlungsverkehr – wenn es funktioniert – und macht es einfacher Budgets einzuhalten und kein Geld zu verlieren. Allerdings kriegen die Leute auch nirgends Trinkgeld. Was man ihnen angesichts der endlos entrückten Besoffenen durchaus gönnen würde. Boah, waren die Leute besoffen.

Dann haben wir am Freitag noch Kaffe und Langos gekauft. Zweiteres war sehr lecker und es könnte sich in Norddeutschland ähnlich gut verbreiten, wie es im Süden schon ist. Irgendwann ging es auch wieder nach Hause, weil das ja auch noch fast eine Stunde dauert und wenn man um sechs aufsteht und einen langen Tag hinter sich hat ist auch mal gut.

Samstag ging es dann mittags wieder hin. Wir schauten uns zuerst MØ an. Das war an sich ganz gut, aber wir wollten SDP sehen. Die haben früher mal recht intelligente und lustige Sachen gemacht. Früher. Heute ist das viel „Wir sind geil und die anderen nicht“ und „Frauen und Männer sind unterschiedlich“. Klingt so doof, wie es ist. Vor Ort: ein Mädchen, das alle Leute mit Edding oder Fingerfarbe bemalen wollte. Meine Schellenhand war gespannt, musste aber nicht abgefeuert werden.
Hiernach ging es kurz zum Auto um was zu Essen – man kann ja nicht immer alles vor Ort kaufen: Preise waren nicht extrem, aber günstig war es auch nicht. Gestärkt war es dann Public Service Broadcasting, die wir als nächstes hörten. Die spielen eine Art Postrock, wie Tocotronic auf K.O.O.K. und als Vocals werden tatsächlich Public Broadcasting Ausschnitte eingespielt, zusammen mit der Bühnenshow, die die dazugehörigen Bilder zeigt ist das eine spannende und schicke Angelegenheit, die sich vielleicht nicht ganz fürs deutsche Publikum eignet, weil man hier ja kein Public Broadcasting hat.
Dann wollten wir uns Sheppard anhören. Da gab es technische Probleme und es dauerte viel zu lange, bis sie spielten. Das war dann aber kurz und ganz gut. Mein Favorit: Ein Cover von Teenage Dirtbag.

Als wir im Anschluss Aligatoah hören willten, bot es sich an schon was zu Essen zu holen. Da ich von der Idee fasziniert war, wollte ich mir einen Lachsdöner holen. Klingt komisch, ist aber sehr lecker, die Bude ist sonst auf Wochenmärkten in Berlin – wer also dort ist kann es ja mal ausprobieren – zu finden. Während wir warteten hatte eine Dame vom Lachsdöner Pause. Sie kriegte von der freundlichen Frittenbude nebenan eine Portion Pommes, die sie zu ihrem Campingstuhl zwischen den Geschäften stellte. Dann ging sie kurz etwas holen, was Betrunkene zum Anlass nahmen ihre Pommes zu klauen. Was für Leute… Festivalpublikum you so classy.

Da das alles viel länger dauerte als gedacht, mussten wir schnell weiter zu Die Antwoord. Die spielten alles was man sich gewünscht hätte und hätten locker Headliner sein können. Farin Urlaub Racing Team und KIZ waren auch erwartet gut.

Auf dem Festivalgelände wurde schon einmal Promo fürs neue Album gemacht.

Auf dem Festivalgelände wurde schon einmal Promo fürs neue Album gemacht.

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Insgesamt hat es mir ganz gut gefallen, wenn mehr Bands da gewesen wären, die mich interessieren wäre ich bereit gewesen etwas zu bezahlen. Die Location ist gut strukturiert. Nur die „Asche“ vom Eichenring hat man am Ende überall, durch die Klamotten durch und vor allem in der Nase. Wenn ich mir diese putze kommt es tiefschwarz wieder heraus.

A Night In With Neil Gaiman

– “Have you ever been in love? Horrible isn’t it? It makes you so vulnerable. It opens your chest and it opens up your heart and it means someone can get inside you and mess you up. You build up all these defenses. You build up a whole armor, for years, so nothing can hurt you, then one stupid person, no different from any other stupid person, wanders into your stupid life… You give them a piece of you. They didn’t ask for it. They did something dumb one day, like kiss you or smile at you, and then your life isn’t your own anymore. Love takes hostages. It gets inside you. It eats you out and leaves you crying in the darkness, so simple a phrase like ‚maybe we should be just friends‘ or ‚how very perceptive‘ turns into a glass splinter working its way into your heart. It hurts. Not just in the imagination. Not just in the mind. It’s a soul-hurt, a body-hurt, a real gets-inside-you-and-rips-you-apart pain. Nothing should be able to do that. Especially not love. I hate love.”

 Why open this entry with a quote? It is the ability to dissect a situation, a feeling or maybe life itself that I might find most worthwhile reading Neil Gaiman’s work. Some might find it brilliant, some might find it phony. I for one do not read for the story alone but for the words and the language that carry the story and as I already hinted: with Neil Gaiman’s work that rarely gets dull. Someone once pointed out to me that once you read a Gaiman novel you have basically read them all, that the plot and characters repeat themselves. While on the surface that may seem true – often a rather regular character is drawn into a supernatural world, where perilous things happen and the reader is shown a glimpse at a world beyond their own reality that intradiegetically forms the perceived reality of the story – I can only reiterate that it is not about knowing what will happen but going on a journey and getting to the end; even if you pretty much might know what that will be like. Gaiman does not have to reinvent himself or his stories to make them worth your while. Actually, Gaiman shows most of his genius in short stories where he uses a variety of styles – sometimes pastiche – that may only be rivaled by my all-time favorite Stephen King. But as King pointed out: Gaiman is a national treasure.

 So, why talk about all this? On Monday night – by the time I write this that is yesterday – we went to see Neil Gaiman in person. After I leave work I walk the short distance to the restaurant where I am supposed to meet my wife. While I might say about me that I like or appreciate Neil Gaiman my wife absolutely adores him. When she arrives at the restaurant she is shaking with excitement even though it is a good two hours before the reading begins. The food and an alcoholic beverage help calm her a little. We pay, leave the restaurant and still arrive about an hour early at the literature house. Just in the nick of time it seems, as soon after our arrival the gates open and we can claim seats as close to the stage as possible. With about an hour to spare I get out my kindle to read some, while my wife wanders the garden. The room starts to fill and shortly before the event begins our friend Bobo comes in. Lucky for him there is still a seat available close to ours and so we can spend some of the time catching up on each other’s life.

Shortly thereafter Neil and company arrive. While they still get seated he utters a short “Hello” into his microphone and earns a big round of applause. It is now obvious that he has the room wrapped around his finger. He looks tired, but still seems to enjoy the occasion to talk about himself and his new book.He works a charm that not all authors have. He is as good a storyteller as he is a writer, nevermind Paul Sheldon who says you can not be both.

After an introduction of the author – who would need that? Seriously, are there people who go to readings without knowing the author at all? And if there are can’t they use google beforehand? – there is a little Q&A, which later on will become somewhat excruciating to us as we all have studied English literature in one way or another. The lady who does the Q&A asks too many questions that go along the line of “I have read this and that. Is that true?”. The desire to ask my own question grows, but I won’t get to utter them aloud. Obviously she is as starstruck as we would be and that makes the whole situation understandable, but not better.
After that there is a reading of “The Ocean At the End of the Lane”. Both Neil and a German voice-actor – Gerd Köster – read parts of the novel. These segments of reading are once again interwoven with questions. Neil’s answers are long and insightful the translation we find somewhat lacking as it is unnecessary for us anyway.

As the evening goes along it becomes obvious that there will not be any questions from the audience. Rather suddenly the official part is over and there is no announcement as to where the book signing will take place. I take the initiative and walk up to the stage to ask Neil Gaiman if he intends to just stay there or if someone is organizing something else. Suddenly, I am the first in a line that forms behind me. Neil tries to be calm but also knows that someone needs to organize this (If you ever read this: Sorry, Neil.). He signs my book and my wife’s version of “Stardust” that came signed anyway. He even takes the time to draw another falling star. We thank him as Bobo gets his book signed and then leave the room where a line has now formed. This last part left us stressed and must be even worse for the author.
We make our way outside somewhat torn between being starstruck by the author and feeling like someone should have turned in some more time organizing. I can only advise anyone to go see Neil Gaiman – you will be charmed. And more importantly: if you have not read any of his works, go pick up some at a bookstore or library. It will be worth your while.

Ducktales Remastered und meine Meinung

Ich hatte ja mal vorgehabt hier öfter Rezensionen oder zumindest Reviews zu schreiben. Heute widme ich dem neuen Ducktales Remastered, das gerade von Capcom rausgekommen ist.

Dazu sei gesagt, dass ich das Spiel auf der Playstation 3 gespielt habe. Das Original habe ich damals auf dem Game Boy gespielt und kann daher nur diese Versionen vergleichen.
Hierbei ist der Unterschied riesengroß. Die Game Boy Version hatte keine Story und die Grafik war zwar mit Liebe gemacht, aber erkennen konnte man nicht viel. Von einer Story konnte eigtl keine Rede sein, was beim neuen Spiel auch die klare erste Verbesserung ist. Die Abenteuer von Onkel Dagobert oder eben Unca Scrooge werden schön zusammengeschnürt von einer netten kleinen Geschichte, warum er quer um die Welt und sogar auf dem Mond nach Schätzen sucht. Hierbei sind schöne hochauflösende Grafiken im Stil der Ducktales Fernsehserie, gemischt mit sauberen Hinter- und Vordergrundgrafiken die schönste Neuerungen, die den Spielspaß erhöhen.
Hinzu kommen komplett neu gemachter Sound – für die Figuren wurden die Originalsprecher der Serie bemüht – und die neu vertonte inzwischen fast schon klassische Hintergrundmusik (besonders der Mond) des Originalspiels. Wobei man auf dem Mond auch gerne die Version von Smooth McGroove hätte nehmen können/sollen.

Die Levels sind vom Thema her die gleichen geblieben, aber nicht nur mit neuer Grafik, sondern auch neuem Gameplay versehen worden. Minispiele und Sammelmissionen lassen einen den Level geniessen, statt wie im Original unter Zeitdruck schnell durch diese durchhetzen zu müssen.  Hierbei sind die Levels ähnlich angelegt – der Kenner des NES oder Game Boyspiels findet das eine oder andere Schmankerl und wird trotzdem noch überrascht – aber doch spielen sie sich, wie gesagt, anders.
Das Geld, das in den Levels gesammelt wird, kann endlich sinnvoll genutzt werden, in dem man im Geldspeicher Objekte in der Galerie freikauft.

All dies wirft letztendlich die Frage auf, ob das Spiel als Remake gelten sollte oder nicht. Die Arbeit die hineingesteckt wurde ist so hoch, wie für ein völlig neues Spiel. Ich habe es einmal auf Easy durchgespielt, was schon sehr anspruchsvoll war, wobei ich mich selbst als eher schlechten Jump’n’Run Spieler bezeichnen würde. Gerade das Ende war mir fast zu fummelig.

Die Preisfrage:

Unter den genannten Gesichtspunkten wirkt es fast, als wären die 14,99 €, die man zahlen soll durchaus gerechtfertigt. Das Spiel ist so gut wie komplett neu gemacht worden und ist auch mit Hinsicht auf die Galerie in der es gilt Dinge freizuschalten mit Wiederspielwert zu sehen. Das sind auch die Verkaufspunkte, die Capcom angibt und mit denen sie durchaus Recht haben.
Ja, es sind nur knapp 5 Level (tatsächlich mit Minilevels an Anfang und Ende mehr) und fast 15 € ist ne Menge Holz, gerade wenn man Student ist, wie ich.  In einer langen Abendsession kommt man durch das Spiel gut einmal durch, aber für eben diesen Zweck wurde es nicht gemacht. Der Nostalgiefaktor ist hoch und Capcom bietet einem für das Geld wirklich ein gutes Spiel, das man immer wieder spielen kann. Teil der Problematik ist sicherlich, dass man durch Appstore und ähnliches völlig entwöhnt ist für ein Downloadspiel viel Geld auszugeben. Zwei Ziffern vor dem Komma, das erscheint einem doch recht happig.
Doch würde man Ducktales im Laden auf Scheibe am Erscheinungstag für 14,99 kriegen, wäre es gefühlt ein Schnäppchen.

Dieser Penny Arcade ( penny-arcade.com ) Strip llustriert das Problem sehr gut.

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Wer das Original gespielt hat, wird sich sicherlich schon überlegt haben, das Spiel zu kaufen und ich kann sagen, dass der Preis happig ist, aber wenn man sich überwunden hat eigentlich in Ordnung geht. Wer das Original nicht kennt, aber ein liebevoll gemachtes Jump’n’Run sucht, das mehrfach gespielt werden kann und auch soll.
Wer das Spiel nur einmal schnell durchspielen würde, sollte vllt die Hände davon lassen.

R.I.P. Claus

Heute mal eine Abwechslung von meinem normalen Sinn und Unsinn, den ich hier sonst blogge. Gestern erreichte mich die unschöne Nachricht, dass unser guter Freund Claus Hinz nach langer Krankheit, von der wir gehofft hatten, dass er sie endlich überstanden hatte, verschieden ist.

Claus war eine der zentralen Triebfedern im norddeutschen Football. In einer Zeit, als noch nicht jeder eine Website hatte, war es Claus, der mit seiner Seite Nordfootball eine Plattform über die Grenzen von Teams und Vereinen hinaus angeboten hat. Hier fand man aktuelle Infos, Diskussionen und auch einige Bilder von den Spielen, die Claus besucht hatte.

Außerdem war Claus auch an der Gründung der Nordic Wolves, wo ich selbst zwei Spielzeiten teilweise mitbestritt, beteiligt. Als es 2010 bei ihm im Form zu einer Diskussion kam, ob man in Hamburg nicht ein Team gründen könnte, das die Hansestadt im Football vereinigt und nach vorne bringt, war es Claus, der alle Interessenten zusammenbrachte. Auch aus diesem Treffen entstand ein neues Team, wenn auch nicht das Team Hamburg, von dem in Claus Forum geträumt wurde.

Dies war leider eins der letzten Treffen mit Claus, letztes Jahr sah ich ihn noch bei einigen Spielen, doch seine Gesundheit hinderte ihn wohl daran, länger zu bleiben, so dass ich nicht dazu kam noch einmal mit ihm zu sprechen. Im Nachhinein ist das noch trauriger, als ich es damals schon empfand.

Jetzt modertiert Claus nur noch im Himmel die Footballforen. Ich danke Claus für all die Jahre an Arbeit und die Liebe, die er in den Sport gesteckt hat. Ich denke, wenn er diesen Blogeintrag hier noch gesehen hätte, wäre er der erste gewesen, der mir noch mal Feedback gegeben hätte.

RIP Claus Hinz
Du wirst uns fehlen.

Kurz noch was zum letzten Blogeintrag

Heute nur was Kurzes.

Eigentlich ist er die Aufmerksamkeit nicht wert, aber: Nun ist Heino jedes Mittel wert, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Ich finde, dass der Zweck gerne mal die Mittel heiligt, aber Nazi Ideologie zu zitieren um eventuell mehr Platten zu verkaufen, sollte genauso verboten werden, wie den Holocaust zu leugnen.

Ich fühle mich in meinem Aufruf zum Boykott bestätigt und würde mir wünschen, dass man den Raum und die Zeit nutzt, über etwas anderes zu berichten. Ich nehme es mir zum Anlass auch weiterhin, etwas öfter für etwas gutes zu spenden. Hier weise ich dann auf eine weitere Aktion hin, die ich seit längerem unterstütze: Action Medeor. 

Vor einigen Jahren wurde ich an der Uni angesprochen und regelmäßig ziehen die netten Herrschaften mir einen kleinen Beitrag vom Konto ab. Wenn ihr den Heino Link geklickt habt, klickt doch auch bitte bei Medeor und überlegt euch, ob ihr da einen Euro oder so geben mögt.

 

Fünf Euro gegen Heino (für was Gutes)

Jeder Hörer guter deutscher (Rock-)Musik hat es bestimmt mitbekommen: Ein deutscher Schlagersänger covert diverses deutsches Liedgut. Und um dieses eher langweilige Album zu verkaufen, lässt er in den Medien einen Rockerkrieg inszenieren. Angeblich ärgern sich die großen Musiker, dass der alte Mann ihre Lieder nachsingt (ich habe es mir angehört: es klingt wie mittelgute Karaoke). Doch dem ist nicht so. Rammstein dementiert dies ausdrücklich. Die beste Band der Welt (die Ärzte) hält nicht mal das auf ihrer Wenbsite für nötig und geht ihres Weges. Das würde ich auch gerne, aber im Fernsehen werde ich mit Werbung für „das verbotene Album“ genervt, es ist einfach peinlich, ich möchte es ignorieren.

Doch dann muss ich sehen, dass das Album viel zu oft runtergeladen wird. Das liegt sicher an der Tatsache, dass es zum einen gerade günstig angeboten wird (das ganze Album für 5 € auf der Frontseite von amazon), zum anderen daran, dass Leuten das Geld wohl nicht zu schade ist um es für den Unfug rauszuwerfen.

Darüber könnte ich mich aufregen, aber ich möchte stattdessen etwas produktives schaffen: Also liebe Leute, wenn ihr das Geld übrig habt, bitte gebt es nicht für Heino Songs aus. Wenn ihr es loswerden wollt oder müsst, spendet es bitte an einen wohltätigen Zweck. Ich persönlich gehe mit gutem Beispiel voran und spende 5,- € lieber für Viva Con Agua (ein wohltätiger Zweck, den zum Beispiel die Ärzte auch unterstützen), als dass ich mir aus einer perversen Neugier Lieder von Heino kaufe. Auch andere gute und edle Zwecke können das Geld besser brauchen als ein abgehalfterter Schlagersänger, der sich als Rebell inszeniert und doch keiner ist. Und wenn es nur die paar Cent Wechselgeld im Geldbeutel sind.
Ich kann niemanden zwingen das Album nicht zu kaufen und/oder zu spenden. Ich kann euch nur darum bitten, nachzudenken und lieber Geld für etwas Gutes auszugeben, statt da einer künstlich geschaffenen Neugierde nachzukommen (ihr könntet enttäuscht werden). Wenn ihr wollt, kauft das Album und spendet trotzdem.

Bitte überlegt euch, auch zu spenden, oder das hier zu teilen, weil es bestürzend ist, dass so viele Leute lieber Geld für nachgesungene Songs ausgeben, statt etwas Gutes damit zu tun.

Unterstützt „Spenden gegen Heino (für was Gutes)“

€: Gesagt getan. Ein Screenshot von der Spende. Feels good man.

viva

€ 2: nachdem ich von ein Freund drauf hingewiesen wurde: es geht hier nicht in erster Linie darum Heino zu diffamieren. Jedem steht es offen die Musik zu mögen oder auch nicht. Ich gebe zu, dass ich es nicht tue.
In erster Linie geht es mir darum, dass ich die Geschichte zum Anlass genommen habe, darüber nachzudenken, wie das Marketing für das Album läuft und ob man die künstliche Diskussion fruchtbar nutzen kann. Ob 5€ spenden da jetzt das richtige ist (hierbei gibt es ja auch kein richtig oder falsch) weiß ich nicht.
Für mich war es der Moment um innezuhalten und da was zu tun.
Da können jetzt die Leute kommen und sagen: dann gib doch all dein Geld für Spenden und kauf überhaupt keine Musik. Das ist ein redlicher Ansatz und sicherlich auch nicht falsch. Ich habe mich in diesem Fall eben für das eine (5€, die ich habe, spenden) entschieden und gegen das Andere (5€, die ich habe, ausgeben um zu gucken, ob das restliche Album so langweilig wie Junge ist). Macht mich nicht zu einem viel besseren Menschen als Leute, die lieber das Album kaufen. Macht mich auch global nicht toller, was ich sagen wollte, war: ja, auch ich hätte 5€ für das Album übrig, könnte es mir kaufen, würde ich sicherlich nicht, aber ich nehme mir das zum Anlass, die 5€ zu spenden. Sollte man sicher viel öfter tun, als ich es bisher gemacht habe. Aber wichtig ist es jetzt anzufangen und wenn der Anlass nur ist, dass einem Musik und Medienrummel auf den Senkel gehen.
Wie beschrieben kann ich niemandem dazu zwingen, das auch zu tun, ich will nur dazu anregen, sich nicht aufzuregen.
Keineswegs soll es gegen Heino gehen, sondern dafür sein, dass man was gutes tut statt sich zu ärgern. Es gibt keinen schlechten Grund zu spenden, das Held wird wohltätig genutzt und jeder Cent hilft. Wer es anders hält ist kein schlechterer oder bessrer Mensch.

und es ist auch kein magisches Spendensystem, wo es für jeden Like und jedes Teilen Geld gibt. Es geht darum selbst was zu machen. Von der Spende gehen das Album und Heino nicht weg

Es ist ja nicht alles schlecht… oder: Einfach mal ‚Danke‘ sagen

Nachdem ich viele Jahre lang zum Ende des Jahres sehr negativ war, dieses Jahr mal was schönes: Ich sage, wofür ich dankbar bin. Auch etwas früher, als sonst, denn vielleicht geht die Welt ja doch schnell nochmal unter (I need to humor all the stupid fucks who believe it or think it’s funny to act like it might be true)

Ich bin 2012 dankbar für:
Ein wunderbares Kernpraktikum I an einer wunderbaren Schule. Hier habe ich viel dazulernen können, konnte mich selbst in meiner Lehrerrolle bestätigen und hatte einen Haufen herzallerliebster Kollegen, die mir mit Raum für Unterricht, Feedback und Ideen zur Seite standen. Und eine ganz besonders feine Tandempartnerin hatte ich auch: Für immer sind Strickjacken in meinem Kopf mit Frau Storck verbunden. Danke an alle von euch.

Ich bin dankbar, dafür, dass ich in einem hervorragenden Coachingstaff arbeiten durfte. Es war eine große Freude ein Jahr lang im Herrenbereich tätig sein zu können, dazu bei einer Mannschaft mit so vielen Spackos, die man trotzdem gern hat. Danke an alle Trainer und Spieler der Pioneers, besonders Coach Starcke. Aufstieg 2012, darauf kann man stolz sein und da bin ich dankbar für.

Dankbar bin ich auch für eine Hand voll toller Konzerte, die ich dieses Jahr sehen durfte: Da wäre zum einen das Die Ärzte Konzert im Sommer. Selten habe ich so ein schönes Konzert gesehen und gehört. Hierbei sei auch auf den Vor-Act Der König Tanzt hingewiesen, der sehr toll war. Über drei Stunden spielten dann auch die Ärzte aus Berlin. Ich würde immer wieder hingehen. Danke an die Ärzte, für ein tolles Erlebnis und alle Begleiter.
Ebenfalls ein tolles Konzert waren Tenacious D. Auch hier bin ich für die charmante und tolle Begleitung dankbar. Egal, was die Leute sagen: Konzerte in der Alsterdorfer Sporthalle können richtig toll sein, The D hat es bewiesen.
Und dann im November auch nochmal Der König Tanzt. Geiles Konzert, wir standen fast ganz vorne und sind im Gegensatz zu den kleinen Mädchen in der ersten Reihe abgegangen. Und die kleine FB Reunion war auch sweet. Auch hier für den Act und die Begleitung ein großes Danke.

Ansonsten war das Studium dieses Jahr recht anstrengend (Heulen auf hohem Niveau), aber da ist bald ein Ende in Sicht und da bin ich auch dankbar für.

Grundsätzlich dankbar bin ich auch für meine Freunde. Leute ihr seid die Derbsten und ich kann euch nicht allen genug danken, aber bei ein paar versuche ich es trotzdem nochmal einzeln, aber nicht böse sein, wenn ihr nicht dabei seid.

Ich danke:

Mike bin ich dankbar für sein Buch Riva Mortis. Das hat mir viel Freude bereitet, sowohl beim Lesen, als auch, dass du mir das einfach so geschickt hast. Danke.

Maike (liest sich wie der Absatz davor, mit einem Buchstaben mehr), dafür, dass du ein offenes Ohr für meine Sorgen hast. Ich wünsche dir, dass 2013 das beste Jahr deines Lebens wird, alleine als Entschädigung für 2012. Danke.

Frau Storck, für deine Unterstützung im KPI. Es war sehr schön und mit dir auch gleich nochmal so gut. Danke.

Verena, danke ich für die geilen Konzertgänge dieses Jahr. Keiner geht so geil ab, wie du. Bleib wie du bist und wir müssen öfter was zusammen machen.

Michl sei ein Dank gesagt, einfach weil er ein feiner Kerl ist und ich mich immer gut mit ihm unterhalten kann, denn Unterhaltung, das ist Michl.

Mary, du bist der beste Mitspieler im PSN. Danke.

Paul, kriegt ein Danke, als Begleiter zu den Ärzten und für den wunderschönen Nachmittag in Buxte an seinem Geburtstag. Schön war’s.

Henning wird gedankt, weil er Henning ist. Henning.

Meinem Bruder Karl, danke ich sowieso. Einfach weil es ihn gibt.

Dennis, danke ich, weil er sich bestimmt erinnert, wie ich ihm Danke gesagt habe und wie geil er das fand.

Nico/Minelle/Coach Hip Hop sei Dank ausgesprochen, weil er mir TCU Merch mitgebracht hat und allgemein ein sehr feiner Kerl ist.

Andreas kann ich eigtl nicht genug danken. Für League Pass, für Mizzou Zeug, für einen Bobble Head, dafür, dass er einfach ein toller Freund ist.

Bernd, weil sie es auf sich genommen hat, mit mir im IIer Seminar zu sitzen. Hätte ich gewusst, dass es dich so fertig macht, hätte ich nie gefragt. Danke dir.

Holger, weil er die besten Bilder der Welt macht und weil er ein großzügiger, kluger und guter Mensch ist. Auch dir ein Dankeschön.

Thomas danke ich dafür, dass er immer ein kluger und interessanter Gesprächspartner ist. Mit ihm kann ich über jedes Thema reden und es wird mir nie fade. Und für die beleidigendsten Widmungen der Welt.

Jonas Wolf wiederum danke ich für eine Pflaume schwimmend in Duftöl in einem Herrenhut. Und für die freundlichsten Widmungen.

Ole dafür, dass er ein großherziger und guter Mensch ist. Stellvertretend bei dir auch ein Dank für eure Gastfreundschaft zu jeder Zeit und, dass ihr mir ein Zuhause fernab von Zuhause und eine zusätzliche Familie bietet.

Meiner Mutter, die mich oft genug zur Weißglut treibt, die ich aber wegen ihrer guten Qualitäten nie missen wollen würde.

Und am Ende muss ich meiner Frau danken: Rike, du bist das Beste, was mir dieses Jahr passiert ist. Ich kann gar nicht schreiben, wie dankbar ich für dich bin.

Insgesamt ist es ein tolles Jahr gewesen und ich bräuchte noch ein Jahr um allen genug danken zu können.

Sollte die Welt am 21. Dezember untergehen, dann möchte ich meine Geschenke und dass ihr alle wisst, wieviel ihr mir bedeutet.